Der Herr gab zur Antwort: Ich will meine ganze Schönheit vor dir vorüberziehen lassen und meinen Namen ‘der Herr’ vor dir ausrufen. Ich gewähre Gnade, wem ich will, und ich schenke Erbarmen, wem ich will. (2. Mose 33,19)

Zum Monatsspruch aus Herrnhut für Juli 2016:

Mose ist entmutigt. Und beim Betrachten dieses Leitverses bin auch ich heute betrübt. Im letzten Monat haben wir den Vers aus 2. Mose 15,2 gelesen. Gott wird dort in den höchsten Tönen „gelobt“. Wir erfahren, dass die Israeliten nach ihrer Befreiung ein Lied – für alle Zeiten – gedichtet und es zur Ehre Gottes gesungen haben. Im letzten Vers heißt es: „Herr, Du bist König, jetzt und alle Zeit!

Und nur wenige Wochen nach ihrer Befreiung haben die Israeliten Gott schon wieder den Rücken zugekehrt. Ein teures „Goldenes Kalb“ wurde geschaffen und verehrt. Sie wollten einen Gott zum Anfassen. Einen „Götzen“. Diese kosten viel, helfen tun sie nicht!

Wie können die Menschen nun schon seit vielen Generationen immer wieder so versagen?
Verständlich wäre es, wenn Mose entschieden hätte: „Es reicht!“ Sehr enttäuscht hätte er die Brocken hinwerfen können. Etwa so: „Gestaltet Eure Zukunft doch ohne Gott, aber dann auch ohne mich!“ Mose reagiert anders.

Er vertraut auf Gottes Gnade und macht sich zum Fürsprecher seines Volkes. Denn trotz ihres Ungehorsams, trotz ihrer Undankbarkeit, will Mose es weiterhin durch die Wüste führen, ihm beistehen.

Aber im Gespräch mit Gott knüpft er das sehr mutig an eine Bedingung. Mose bittet Gott um ein Zeichen seiner Gnade. Gott möge ihm sagen, was er mit seinem Volk beabsichtigt und dass Er dem Volk vergibt. Und vor allem soll er Mose zusichern, dass er mitzieht. Das verbindet Mose mit einer Bitte, auf die Gott im obigen Vers des Monats antwortet. Hier macht Gott auch seine Souveränität deutlich, ein Aspekt, der dem heutigen Menschen verloren gegangen ist.

Seine weitere Bitte, dass er Gottes Herrlichkeit einmal sehen möchte, erfüllt Gott nicht, weil Mose die „unverhüllte Herrlichkeit“ nicht ertragen könnte. Das gilt nach wie vor für alle Menschen. Aber im Glauben erkennen wir Gott in seinen Werken und seinen Führungen.

WilFried Bock (ge-danken.de  und  klugoderweise.de)

 

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Meine Stärke und mein Lied ist der Herr, er ist für mich zum Retter geworden. (Mose 2.15,2)

Gedanken zum Herrnhuter Monatsspruch für Juni 2016:

Gott rettete die Israeliten in Agypten aus ihrer Unterdrückung und führte sie unbeschadet ins gelobte Land. In der dann am Schilfmeer zu befürchtenden, bedrohlichen Situation haben sie die Nähe Gottes hautnah erfahren. Ein Wunder geschah: Gott zeigte seine große Macht, staute das Wasser auf, bewahrte so sein Volk und vernichtete die große militärische Macht Ägyptens mit seinen Mitteln. Für sein Volk ein Wechselbad der Gefühle!

Nach den schlimmen Erlebnissen folgte ihr spontaner Dank. Mit Begeisterung sangen Mose, seine Schwester Mirjam, ja das ganze Volk ein Loblied:

„Dem HERRN zu Ehren will ich singen, denn
er hat siegreich seine Macht gezeigt;
ins Meer geworfen hat er Ross und Mann!
Mit meinem Lobgesang will ich ihn preisen,
den HERRN, der mir in Not zu Hilfe kam!
Mein Gott ist er, ich rühme seine Macht;
HERR, du bist König, jetzt und allezeit!“

Auch wir wissen, dass unsere Errettung einzig und allein durch Jesus Christus geschah. Er ist unser Herr und König, ER wirkt allezeit. Wenn wir das in trüben Situationen unseres Lebens mal nicht so empfinden, dürfen wir ihn im Gebet jederzeit um Bewahrung bitten. Und sehr oft haben auch wir es dann erlebt, wie Christus uns in den für uns ausweglos erscheinenden Situationen geholfen hat.

Nach solchen Erfahrungen müssen auch wir Ihm danken! Eine große Auswahl an Dankesliedern steht uns hierfür zur Verfügung. Als Anregung ein Lied von Lothar Gassmann:

„Von ganzem Herzen will ich Dir danken,
vor allen Menschen singe ich Dir.
Vor deinem Tempel will ich anbeten.
Ich will Dich preisen, gütiger Herr.
Ich rufe, und Du erhörst mich, gibst
meiner Seele Stärke und Kraft.
Du siehst mich, wenn ich voll Angst bin,
hältst mein Hand fest, eh sie erschlafft.“

WilFried Bock  (ge-danken.de und klugoderweise.de)

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Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt? Ihr gehört nicht euch selbst. (1Kor 6,19) E

So lautet der Monatsspruch aus Herrenhut für Mai 2016.

Ein Vers, der uns wieder einmal unter die Haut geht, besser jedoch in unserem Herzen aufgenommen wird. Paulus erinnert daran, dass wir täglich unser Verhalten gegenüber Gott prüfen. Dass Gott in uns wohnt, dass wir ihn auch mit unserem Leib ehren und so für die Welt ein Zeugnis sind. Wir, seine Kinder durch Jesus Christus, müssen Vorbilder sein.

Mit all unseren Gaben haben wir viele Gelegenheiten, Gott zu ehren. Wir müssen den Menschen in aufrichtiger Liebe begegnen. Gott zeigt uns dann Seine Möglichkeiten. In zahlreichen Gesprächen, besonders jetzt im Frühling, können wir die Größe Gottes loben. Alles Aufblühen, alles Leben auf der Erde und am Himmel ist von ihm! Also, raus ins Grüne. Keine Angst. Wir sind nicht alleine. Gott ist in uns, mit uns!

Während ich mich mit dem Monatsspruch beschäftige, lese ich am gleichen Tage in einer großen Tageszeitung einen kritischen Bericht über den „heutigen Osterglauben“. Bereits ein Drittel der deutschen Bevölkerung ist bereits ohne Konfession. Nur noch wenige glauben der Osterbotschaft, dem doch wichtigsten Ereignis der Christenheit.

Im Zusammenhang mit dem Zeitungsbericht und dem Monatsspruch ist mir bewusst: „Wir sind Beauftragte an Christi statt.“ Und wer diese Aufgabe vernachlässigt, möge sich über den heutigen Zustand unseres „christlichen Abendlandes“ nicht beschweren.

Also habe ich spontan einen Leserbrief an die Rheinische Post geschrieben. Und diese große Tageszeitung, mit 310.000 Abonnenten und nach deren Aussage ca. 500.000 Lesern hat meine Zeilen „über den spürbaren Glauben“ ungekürzt und dazu, aus ihrem Archiv, ein aussagefähiges Gemälde „Auferstehung Christi“ gedruckt.* Zu meiner Freude und hoffentlich zum Segen vieler Leser, denn wir können nur säen. Alles Gedeihen schenkt letztlich nur Gott: „So ist weder der pflanzt, noch der begießt etwas, sondern Gott, der das Gedeihen schenkt.“ (1Kor 3,7)

WilFried Bock

*) Eine Kopie des Leserbriefs, incl. des Gemäldes, sende ich nach Anforderung gerne per Mail.

 

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Ostern, Tod und Lebensfreude.

„Ich habe mit Glaube/Religion, also auch mit den entsprechenden Feiertagen nichts zu tun! Ich würde alle religiösen Feiertage abschaffen!“ Das sagte mir vor wenigen Tagen ein bekennender Atheist. Eine ehrliche Antwort.

 „Ich glaube nur was ich gesehen habe!“ sagen etliche Personen, die ihren Unglauben jedoch nur verteidigen wollen. Wie kurzfristig ist jedoch diese Denkweise.
Denn wo in unserem Leben können wir alles, was gesagt und geschrieben wird, auf seinen Wahrheitsgehalt prüfen, ehe man es „glaubt“. Ich erinnere nur an den Wetterbericht! Oder an die Zuverlässigkeit anderer Informationsquellen, wie Fahrpläne, Gutachten und Verkehrsberichte etc. Immer sind wir auf die Vertrauenswürdigkeit derjenigen angewiesen, die uns etwas mitteilen.

Seit 2000 Jahren haben sehr viele Menschen – auch in unserem Land – die Botschaft von der Auferstehung Jesu Christi oft gehört. Im Kindergottesdienst, im Religionsunterricht oder wo auch immer. Doch davon gehört zu haben ist das eine, es aber auch zu glauben ist das andere.

Die christliche Botschaft des Osterfestes ist für mich, ja für alle Menschen auf dieser Erde sehr wichtig und glaubwürdig.

In Ostern liegen Tod und Leben, Begraben-Werden und Auferstehung direkt beieinander. Mit diesem Glauben „Christus lebt !“ erfährt eine viel zahl von Menschen, wie sich Trostlosigkeit, Verzweiflung und Traurigkeit umwandeln in einen positiven Blick für unseren Alltag.

So wurden das Sterben und das Auferstehen des Jesus von Nazareth zum Grundereignis des christlichen Glaubens. Viele Millionen Menschen vertrauen Gottes Wort.

Und das neu aufbrechende Leben, jetzt im Frühjahr, die farbigen Blüten in Gottes wunderbarer Schöpfung erinnern uns daran, dass bei Gott nach dem Tod das Leben folgt.

Allen Lesern wünsche ich ein frohes und gesegnetes Osterfest.

WilFried Bock (www.ge-danken.de und www.klugoderweise.de)

 

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Jesus Christus spricht: „Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe.“ (Joh. 15,9)

Gedanken zum Monatsspruch aus Herrenhut für den März 2016: Nun sind wir, wir Christen, dran! Von Jesus Christus aufgefordert zur Liebe. Und es liegt an uns, ob diese Liebesstaffel auftragsgemäß weitergeleitet wird oder nicht.

Leider erkennen wir in der momentanen Situation des Flüchtlingsproblems ein hohes Maß an Egoismus. Das zeitgemäße Denken vieler Menschen, geschürt durch radikale Politiker, lautet: „Jeder muss sehen, wie er zurecht kommt. Wir sind überfordert. Wir wollen nicht mehr helfen. Asylsuchende sind an der Grenze abzuweisen.“

„Bleibt in meiner Liebe“ ist jedoch Jesus Aufforderung an uns, sodass wir mit dieser Liebe in einer kalten, egoistischen Gesellschaft Zeichen setzen und vorbildlich leben müssen.

Und wer da meint, dass er mit solcher Nächstenliebe überfordert ist, der möge sich im Gebet an Gott wenden. Echte Liebe bekommen wir, wenn wir uns von ihm beschenken lassen. Jesus Christus schenkt uns diese Liebe, indem er mit seinem Geist in uns Wohnung nimmt.

Ganz besonders erkennen wir dieses Geschehen im 5. Vers dieses Kapitels, in dem Jesus uns sagt: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“

„Bleibt in meiner Liebe“, sagt Jesus. Sein Geist schafft es, die Liebe in uns zu erwecken, die die Mauern der Ablehnung, des Hasses und der Feindschaft überspringt. Sie wird unser Denken, unser Handeln und unsere Gefühle verändern. Sie wird uns befähigen, anderen mehr Ehre zu erweisen als uns selber. Sie wird des Beters Herz öffnen, damit auch er Türen der Liebe öffnen wird.

Bleibt in der Liebe“. Es tut gut, so zu leben. Uns selbst, unseren Familien, allen Geschwistern in den Gemeinden und den vielen Fremden, denen wir begegnen.

WilFried Bock (www.ge-danken.de und www.klugoderweise.de)

 

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Seid nicht bekümmert, denn die Freude am Herrn ist eure Stärke. (Nehemia 8,10)

Ja, wer wünscht sich nicht ein Leben des inneren Friedens, ohne jede Kümmernisse? Und in einer friedlosen Welt mit ihren vielen negativen Entwicklungen, besonders in der zur Zeit vom Egoismus geprägten EU, sollen wir nicht bekümmert sein?

Das, was der Prophet Nehemia mit diesem Vers sagt, gilt auch heute noch für alle Gläubigen! Unser großer, allmächtiger Gott will diejenigen, die auf Ihn hoffen und seine Gebote halten, nicht bedrücken, sondern immer wieder mit Freuden und tiefem Frieden beschenken. Das führt dann (hoffentlich) auch immer wieder zur Dankbarkeit und Freude an unserem Herrn.

Sehr viele Menschen sind bekümmert. Die Berichte in den Tageszeitungen und die des Fernsehens können in der Tat erschrecken. Einige befürchten, dass sie durch die bei uns Schutz suchenden Flüchtlinge leiden könnten. Dann erfahren wir jeden Tag, dass irgendwo auf der Welt ein schlimmes Unglück passiert. Mal in Beirut oder wie vor wenigen Tagen das tragische Zugunglück in Bayern.

Selbstverständlich gehen Christen an solchen Mitteilungen nicht einfach vorbei. Auch sie werden von schlimmen Ereignissen in ihrem Leben nicht verschont, aber bekümmert sollen wir nicht sein.

Wir haben doch die Zusage unseres Herrn, dass wir nicht verzweifeln müssen, dass wir in Seinen guten Händen geborgen sind. Er trägt alle Dinge durch das Wort seiner Macht und er ist es auch, der alles lenkt! Nichts, gar nichts geschieht ohne seinen Willen. Aus dieser Sicht dürfen wir auch die Lösung des derzeitigen Flüchtlingsproblems sehen. (Darüber schreibe ich in meinem Blog: klugoderweise.de)
Aus Dankbarkeit will ich immer wieder von dem tiefen Frieden berichten, der allen Menschen, die unserem Herrn Jesus Christus vertrauen, geschenkt wird. Dieser Glaube bewahrt vor Kummer und Resignation, uns selbst und andere.

WilFried Bock (ge-danken.de und www.klugoderweise.de)

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Gott spricht: Ich will euch trösten, wie seine Mutter tröstet.

So lautet der Vers in Jesaja 66,13, für die Jahreslosung 2016 aus Herrenhut.

Gott verheißt seinem gedemütigten Volk seinen Trost: Jerusalem, die Heimat der Israelis wird wieder aufgebaut und deren Gemeinde wird wieder bevölkert sein. Es geht in Erfüllung, was Jesaja seinem Volk immer wieder prophezeite: Gott tröstet und hilft euch. Gott ist der Herr der Geschichte!
Und mit diesem Hinweis, dem lebensnahen Vergleich mit der tröstenden Mutter, kann er, durch Gott geführt, diese Zuversicht bekräftigen. Das ist eine Dimension von Trost, die ein „alles wird gut“ weit übertrifft. Denn wer kennt sie nicht, die innige und starke Beziehung zwischen Mutter und Kind, die wir doch auch erleben durften.
Wer denkt nicht noch oft an die wohlbehüteten Zeiten und Tröstungen durch unsere Mütter. Liebe, ein Leben lang, nicht nur in den Kleinkindertagen.

Dazu ein gedanklicher Sprung mit persönlichem Erlebnis:
Immer dann, wenn mein jüngerer Bruder, oder ich Hilfe brauchten, weil wir uns beim Spielen, wieder einmal blutende „Verletzungen“, zugezogen hatten, ging es zuerst zur sehr strengen, aber auch immer fürsorgenden Mutter. Ihre „erste Hilfe“, ihr Trost, bestand in ihren warmherzigen, aufmunternden Worten und den zärtlichen Streicheleinheiten. Es folgte das obligatorische „Pusten auf die Wunde“ und ein Pflaster. Dann der Hinweis: „Nun passt jetzt aber schön auf!“

Solches Trösten veränderte unsere Welt. Wir jubelten vor Freude, liefen wieder fröhlich hinaus zu den anderen Kindern; bis zur nächsten Verletzung. Wunderschöne Erinnerungen an das viele Trösten und an eine behütete Kinderzeit.
Und so dürfen wir, nun „große Kinder“, uns auch heute mit unseren Schmerzen und Problemen immer vertrauensvoll an Gott, unseren Vater, wenden. Jesus Christus ist für uns da! Er tröstet uns, wie eine Mutter!

Wer dieser unendlichen Liebe vertraut, bleibt bewahrt und darf auch im vor uns liegenden, neuen Jahr zuversichtlich leben, egal was kommt.

WilFried Bock (www.ge-danken.de und www.klugoderweise.de)

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Freut euch, Himmel und Erde; jubelt, ihr Berge! Denn der HERR hilft seinem Volk, er hat Erbarmen mit den Unterdrückten. (Jesaja 49,13 GN)

das ist der Monatsspruch aus Herrenhut für Dezember 2015. Meine Gedanken:
Mit seiner Aussage will Jesaja die Israeliten wieder einmal aufrütteln: „Gott ist bei Euch! Freut Euch! Der Herr hat Erbarmen mit den Unterdrückten. Habt keine Angst mehr. Er wird euren Feinden alles Unrecht vergelten, das sie euch angetan haben. Gott, der Retter kommt, um euch zu befreien.
Eine prophetische Aussage, ausgesprochen gut 700 Jahre vor Christi Geburt. Und wir wissen, Gott ändert sich nie. Was er für sein Volk Israel war und ist, das will er auch für uns sein.

Gott wollte nicht, dass wir, wie seinerzeit das jüdische Volk, in geistlicher Finsternis bleiben. Er bereitete auch für uns den Weg, damit unsere hoffnungslose Lage ebenfalls geändert werden konnte. Er sandte seinen eingeborenen Sohn Jesus Christus zu uns verlorenen Menschen auf diese Erde.
Denn auch auf unserem Lebensweg bleibt keinem Christen die Dunkelheit dieser Welt erspart. Denken wir nur an persönliche Probleme, die derzeitigen Flüchtlingsströme und den weltweiten Terror gegen zigtausende „Geschwister“.

Ganz bewusst wird uns alljährlich die viele Not in der Adventszeit. Wir erkennen in unserer Umgebung, was vielen Menschen fehlt. Menschen, die sich nach Geborgenheit sehnen, die aber niemanden an sich ran lassen. Gott? Brauche ich nicht!
Dann ist es für uns doch besonders gut und tröstlich, wenn wir die Stille suchen und auf Gottes Stimme hören dürfen. Sein Trost ist ein starker Trost. Und dieser Trost macht uns doch Mut, dass wir noch vielen Menschen trotz ihrer ablehnenden Haltung von Gottes Güte und Gnade berichten.
Und wie gut und tröstlich ist es doch, dass wir in dieser unruhigen Welt einen Anker haben, Jesus Christus, dessen Geburtstag wir in wenigen Tagen mit Jubel feiern.
Allen Lesern wünsche ich ein gesegnetes, frohes Weihnachtsfest.

WilFried Bock (www.Ge-danken.de und www.klugoderweise.de)

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„Erbarmt euch derer, die zweifeln.“ (Judas 22) …

… so lautet der Monatsspruch der Evangelischen Kirche für November.
Meine Gedanken dazu:
Im ersten Teil des recht kurzen, jedoch zornigen Judas Briefes warnt der Prophet vor fremden Lehren. Vor einer falsch verstandenen „Gnadenlehre“. Diese „Irrlehrer“ nutzten ihre eigenen Ansichten, mit der sie Unmoral, Geldgier, Arroganz und Egoismus, schlimme Sünden, rücksichtslos durchsetzten.
Judas erkennt diese „Scheinheiligen“, die mit rhetorischen Tricks und Finessen Gottes Gnadengaben missbrauchen. Von solch schändlichem Tun, dem gottlosen Leben, dürfen wir uns nicht anstecken lassen! Seine Botschaft lautet: Ihr aber, meine Freunde, lasst euch in eurem Glauben nicht beirren!
Beim Lesen dieses Textes wird mir erneut wichtig, dass wir bei aller Toleranz dazu aufgerufen sind, unseren Glauben furchtlos zu bekennen. Im sonntäglichen Gottesdienst ist das ja einfach. Und in unserem Alltag? Nun, wir werden, sei es im Beruf, unter Freunden und in der Familie nicht immer und zu jeder Zeit über unseren Glauben reden können. Aber es gibt auch sehr viele Gelegenheiten, die wir verpassen. Darum sollten wir uns im guten Miteinander immer wieder gegenseitig bestärken und nicht resignieren.
Andersdenkende und Andersgläubige, auch Zweifler, müssen wir respektieren. Das bedeutet, dass auch Menschen in der Bundesrepublik leben dürfen, die nicht das gleiche Glaubensbekenntnis teilen. Und in unserer Stadt, in der viele Ausländer seit Jahren wohnen, ist das Zusammenleben nach wie vor das beste Mittel gegen Fremdenhass und Vorurteile. Auch unsere Gemeinde hat mit den Geschwistern aus unterschiedlichen Nationen gute Erfahrungen gemacht.
Allen an Christus glaubendem Menschen ist Gottes Heilung zugesagt! Darum wollen wir auftragsgemäß jedem Nächsten gegenüber tätige Liebe üben und das Evangelium von Jesus Christus in Wort und Tat weitergeben. „Dient einander durch die Liebe“ (Gal. 5,13) So ebnen wir auch den Zweiflern den Weg zu unserem Herrn, Jesus Christus.
WilFried Bock

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„Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen?“ (Hiob 2,10)

Meine GEDANKEN zum Monatsspruch der Evangelischen Kirche für Oktober: Angesicht der uns täglich erreichenden „Hiobsbotschaften“ könnte man bei der Betrachtung zu diesem Vers geneigt sein, in erster Linie nur über das Böse nachzudenken. Aber der Spruch für den Oktober beginnt mit: „Haben wir Gutes empfangen und sollten das Böse nicht auch annehmen?” Darum möchte ich heute, auch aus Dankbarkeit, mehr über den erfreulichen Ausgang der Hiob-Erzählung schreiben.

Denn die Hoffnung, dass wir verschont bleiben, kann trügerisch sein. Und wir möchten doch, wenn uns Schlimmes widerfährt, den Sinn erkennen. Weil uns das nur ganz selten gelingt, bleiben wir ratlos, wie Hiob und seine Freunde.

„Gutes zu empfangen” halten wir dagegen für selbstverständlich und nehmen es oft leider aber auch ohne Dankbarkeit an. Da ist Hiob für uns ein gutes Vorbild. Er dankt Gott für alles und sagt seiner Frau und seinen Freunden: „Verzweifelt nicht an dem Bösen, sondern schaut auf das Gute von Gott, das wir mit ihm erleben!”

Ähnlich kann ich seit einigen Jahren nach einem Gespräch mit einem gläubigen Christen reagieren. Dieser hat mir geraten, aus dem WARUM ein WOZU zu machen. Und wenn ich mich dann an all das Gute, was ich mit und durch Gott erleben durfte erinnere, ist das Böse zwar nicht vergessen, jedoch überwiegen heute meine Lob- und Dankgebete.

Auch für die guten Fügungen in den letzten Monaten: der Umzug in diese 750 Jahre alte, historische Stadt, die altengerechte, schöne Wohnung, den vor der Haustür liegenden weitläufigen Park, in dem ich bei neuen Kontakten auch über den Glauben und meinen hier entstandenen zweiten Blog – www.klugoderweise.de –  sprechen kann. Nicht zu vergessen die neue Gemeinde, in der ich von vielen Geschwistern herzlich aufgenommen wurde.

Im Vertrauen auf unseren großen Gott befehle ich mich, befehlen wir uns auch weiterhin seiner Fürsorge an.
WilFried Bock

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